Arten von Rückenschmerzen und deren Diagnostik | schmerzcenter.com


Rückenschmerzen sind das häufigste Leiden unserer Zeit: Jeder Mensch leidet mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Zum Glück sind in rund 90 Prozent der Fälle die Ursachen nicht gefährlich. Deswegen sind Rückenschmerzen das am besten selbst zu Behandelnde Leiden. In diesem Artikel findest du die häufigsten Behandlungsmethoden von Rückenschmerzen.


Inhaltsverzeichnis:









Welche Arten von Rückenschmerzen gibt es?

Es gibt viele Arten von Rückenschmerzen. Im Allgemeinen werden zwei Arten von Rückenschmerzen unterschieden: chronische und akute.

Akute Schmerzen halten in der Regel weniger als eine bis sechs Wochen an. Chronische Schmerzen können länger als sechs Wochen andauern. Beide Schmerzarten haben unterschiedliche Ursachen und auch die Behandlung ist unterschiedlich.


Schmerzen verstehen.

Schmerzen können sich ausbreiten, dann spricht man von sogenannten fortgeleiteten Schmerzen. Zur Unterscheidung dieser ist eine Untersuchung durch einen Arzt oder Therapeuten unerlässlich. Schmerzen zeigen sich mit unterschiedlichsten Gesichtern und sind sehr komplex. Wenn du mehr über das entstehen deiner Schmerzen erfahren möchtest, empfehlen wir dir unseren Onlinekurs. In diesem vermitteln wir dir in unzähligen Videokursen, ein komplexes Verständnis für Schmerz und wie du dir ab sofort selbst helfen kannst. Getreu unserem Motto KISS "Keep it super simple".

 

Um Schmerz zu behandeln und Patienten sowie klinischem Fachpersonen, ein wirkungsvolles Tool an die Hand zu geben, haben wir unseren Onlinekurs Schmerz verstehen, ins Leben gerufen. In diesem lehren wir Evidenz basierte Strategien zur Schmerzverarbeitung.


Zu unserem Onlinekurs Schmerz verstehen geht es hier.





Wie werden Rückenschmerzen diagnostiziert?

Wie bei jeder Erkrankung ist es wichtig, den behandelnden Ärzten die Rückenschmerzen so genau wie möglich zu beschreiben. Auch Hilfsmethoden wie Schmerzskala und Schmerztagebuch können zur Bestimmung des Schweregrads herangezogen werden. Anamnese, körperliche und neurologische Untersuchung, Labortests und radiologische Bildgebungsverfahren können bei der Diagnose eines Patienten mit Rückenschmerzen hilfreich sein. Da unsere Schmerzen komplex sind und der Rücken das Schaltzentrum des Körpers ist, können oft viele Tage vergehen bis eine eindeutige Diagnose getroffen werden kann.

Röntgenuntersuchung

Diese bildgebende Methode kann helfen, Erkrankungen wie Gelenkentzündungen oder Knochenbrüche zu beleuchten, indem die Ausrichtung der Knochen untersucht wird. Röntgenfilme, die auch als direkte Röntgenaufnahmen bezeichnet werden, gelten als ungeeignet, um Probleme im Zusammenhang mit Rückenmark, Muskeln, Nerven und Bandscheibenstrukturen aufzuzeigen.

Wie läuft eine Röntgenuntersuchung ab?

Ist das Röntgengerät richtig positioniert, sendet es kurzzeitig Röntgenstrahlen durch den Körper. Dabei werden sie mehr oder weniger stark abgeschwächt. Dann treffen die Strahlen auf einen Röntgenfilm, der sich hinter dem Patienten befindet.



Expertentipp: "Die beste Haltung ist die nächste Haltung. Nimm also regelmäßig eine neue Position zum arbeiten ein."

Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT)

Radiologische Untersuchungen wie MRT und CT ermöglichen den Nachweis von Bandscheibenvorfällen und Pathologien im Zusammenhang mit Bindegewebselementen oder Blutgefäßen.

Knochenuntersuchungen

Obwohl sie nur selten eingesetzt werden, können Ärzte bei Patienten mit Verdacht auf Knochentumore oder verschiedene Arten von Knochenbrüchen auf Knochenuntersuchungen zurückgreifen.

Untersuchungen der Nervenfunktion

Bei der Elektromyographie (EMG) werden die von den Nervenzellen erzeugten elektrischen Signale und die Reaktion der Muskeln auf diese Reize untersucht. Die EMG-Methode gilt als sehr nützliches Diagnoseinstrument in Fällen, in denen Druck auf die Nerven ausgeübt werden kann, wie z. B. bei Rückenmarkstenose oder Bandscheibenvorfall.

Neben den bildgebenden Verfahren können Ärzte auch verschiedene Labortests heranziehen, wenn sie auf verschiedene Warnzeichen stoßen. Das C-reaktive Protein (CRP) und die Erythrozytensenkungsgeschwindigkeit (ESR) gehören zu den wichtigen chemischen Markern, die auf eine Entzündung im Körper eines Menschen hinweisen können. Eine Untersuchung der Werte dieser Substanzen kann insbesondere bei Rückenschmerzen nützlich sein, die vermutlich auf entzündliche Ursachen zurückzuführen sind. Ein vollständiges Blutbild und Blutkulturen können hilfreich sein, wenn der Verdacht auf entzündliche, infektiöse oder bösartige Tumore besteht.


Wann sind Rückenschmerzen gefährlich? Wann muss Ich zum Arzt?

Rückenschmerzen sind nicht immer gefährlich und ein Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen, die einen Besuch beim Arzt erfordern. Meist stecken harmlose Gründe dahinter, wie Muskelverspannungen durch Bewegungsmangel oder schlechte Körperhaltung. Fühlst du dich aber unwohl, oder eines dieser Symptome tritt auf, solltest du einen Arzt aufsuchen:

  • untypische Rückenschmerzen

  • anhaltende Rückenschmerzen

  • zunehmende Rückenschmerzen