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Das Marfan-Syndrom: Ursachen, Symptome und Diagnostik | schmerzcenter.com



Das Marfan-Syndrom ist eine genetische Erkrankung, die das Bindegewebe betrifft. Das Bindegewebe ist eine Art von Gewebe, das den Körper zusammenhält und für die Struktur und Stärke von Organen, Muskeln, Knochen und anderen Geweben verantwortlich ist.



Inhaltsverzeichnis:












Was ist das Marfan-Syndrom?


Das Marfan-Syndrom wird durch eine Mutation in einem bestimmten Gen verursacht, das für die Produktion von Fibrillin-1, einem wichtigen Bestandteil des Bindegewebes, verantwortlich ist. Die Mutation führt zu einer Schwächung des Bindegewebes, was zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann.


Die Symptome des Marfan-Syndroms können sehr unterschiedlich sein und können von Person zu Person variieren. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Eine ungewöhnlich lange und dünne Statur

  • Eine abnormale Dehnbarkeit der Haut und Gelenke

  • Eine ausgeprägte Brustkorbnarbe

  • Herz- und Gefäßprobleme, wie zum Beispiel eine Aortenaneurysma oder eine Mitralinsuffizienz

  • Sehprobleme, wie zum Beispiel Kurzsichtigkeit

  • Skelettfehlbildungen, wie zum Beispiel krumme Finger oder Zehen


Das Marfan-Syndrom kann schwerwiegende Komplikationen verursachen, wenn es nicht richtig behandelt wird. Es ist wichtig, dass Menschen mit dieser Erkrankung regelmäßig von einem Arzt überwacht werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Einige der schwerwiegendsten Komplikationen des Marfan-Syndroms sind:

  • Herzprobleme: Das Marfan-Syndrom kann zu Herzklappenproblemen führen, die zu einer Herzinsuffizienz oder zu Herzrhythmusstörungen führen können. Es kann auch zu Aortenaneurysmen führen, die lebensbedrohlich sein können.

  • Sehprobleme: Das Marfan-Syndrom kann zu Schäden an der Linse des Auges führen, die zu Kurzsichtigkeit oder zu grauem Star führen können.

  • Skelettprobleme: Das Marfan-Syndrom kann zu Skelettfehlbildungen wie krummen Fingern oder Zehen führen. Es kann auch zu Deformitäten der Wirbelsäule führen.

Um die Komplikationen des Marfan-Syndroms zu verhindern, ist es wichtig, dass Menschen mit dieser Erkrankung regelmäßig von einem Arzt untersucht werden und sich an die empfohlene Behandlung halten. Die Behandlung kann Medikamente, chirurgische Eingriffe oder andere Maßnahmen umfassen, abhängig von den Symptomen und den Bedürfnissen der betroffenen Person.

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Was sind typische Zeichen eines Marfan-Syndroms?

Das Marfan-Syndrom kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, die von Person zu Person variieren können. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Eine ungewöhnlich lange und dünne Statur: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft lange Gliedmaßen und einen schlanken Körperbau.

  • Eine abnormale Dehnbarkeit der Haut und Gelenke: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft sehr flexible Gelenke und Haut, die leicht dehnbar ist.

  • Eine ausgeprägte Brustkorbnarbe: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft eine sehr ausgeprägte Brustkorbnarbe, die sich deutlich von der Haut abhebt.

  • Herz- und Gefäßprobleme: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft Herzklappenprobleme, die zu Herzinsuffizienz oder zu Herzrhythmusstörungen führen können. Sie können auch anfälliger für Aortenaneurysmen sein, die lebensbedrohlich sein können.

  • Sehprobleme: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft Schäden an der Linse des Auges, die zu Kurzsichtigkeit oder grauem Star führen können.

  • Skelettfehlbildungen: Menschen mit Marfan-Syndrom haben oft krumme Finger oder Zehen und können auch Deformitäten der Wirbelsäule zeigen.


Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Menschen mit Marfan-Syndrom alle Symptome haben und dass die Schwere der Symptome von Person zu Person variieren kann. Einige Menschen mit Marfan-Syndrom haben nur milde Symptome, während andere schwerwiegende Komplikationen haben können.


Menschen mit Marfan-Syndrom sollten regelmäßig von einem Arzt überwacht werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Behandlung kann Medikamente, chirurgische Eingriffe oder andere Maßnahmen umfassen, abhängig von den Symptomen und den Bedürfnissen der betroffenen Person. Es ist wichtig, dass Menschen mit Marfan-Syndrom sich an die empfohlene Behandlung halten, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.


Wie lassen sich die körperlichen Zeichen beim Marfan-Syndrom erklären?


Die körperlichen Zeichen beim Marfan-Syndrom sind auf eine Mutation in dem Gen verantwortlich, das für die Produktion von Fibrillin-1, einem wichtigen Bestandteil des Bindegewebes, verantwortlich ist. Das Bindegewebe ist eine Art von Gewebe, das den Körper zusammenhält und für die Struktur und Stärke von Organen, Muskeln, Knochen und anderen Geweben verantwortlich ist.



Wie entsteht Linsenschlottern und Netzhautablösung beim Marfan-Syndrom?


Linsenschlottern (auch als Tremor der Linse oder Linsentremor bezeichnet) ist ein Zustand, bei dem es zu unwillkürlichen Bewegungen der Linse im Auge kommt. Dies kann zu unscharfem Sehen oder zu Doppelsehen führen. Linsenschlottern kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel:

  • Alter: Linsenschlottern ist häufiger bei älteren Menschen.

  • Bestimmte Medikamente: Einige Medikamente, wie zum Beispiel bestimmte Antidepressiva, können Linsenschlottern verursachen.

  • Schädigung der Augenmuskeln: Schädigungen der Augenmuskeln, wie zum Beispiel durch eine Verletzung oder eine Erkrankung wie Multiple Sklerose, können Linsenschlottern verursachen.

  • Augenerkrankungen: Linsenschlottern kann auch ein Symptom von Augenerkrankungen wie Glaukom oder Katarakt sein.

Eine Netzhautablösung ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der die Netzhaut, die lichtempfindliche Schicht im Auge, sich von ihrem normalen Platz löst. Dies kann zu Sehverlust führen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird. Netzhautablösungen können verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel:

  • Kurzsichtigkeit: Kurzsichtige Menschen sind anfälliger für Netzhautablösungen.

  • Verletzungen: Verletzungen des Auges, wie zum Beispiel durch einen Schlag oder eine Stichverletzung, können Netzhautverletzungen hervorrufen.


Eine Netzhautablösung kann bei Menschen mit Marfan-Syndrom auftreten, wenn die Schwäche des Bindegewebes zu Schäden an der Netzhaut führt. Linsenschlottern kann bei Menschen mit Marfan-Syndrom auftreten, wenn die Schwäche des Bindegewebes zu Schäden an den Augenmuskeln führt.





Wie entsteht ein Aortenaneurysma/Aortenaufweitung beim Marfan-Syndrom?


Arterien sind Blutgefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen zu den Geweben und Organen transportieren. Der Aufbau einer Arterie besteht aus verschiedenen Schichten, die dafür sorgen, dass das Blut sicher und effektiv transportiert wird:

  1. Innere Schicht (Endothel): Diese Schicht besteht aus glatten Muskelzellen und ist die Innenseite der Arterie. Sie hilft, das Blutfluss zu regulieren und verhindert, dass das Blut in das Gewebe rund um die Arterie diffundiert.

  2. Mittelschicht (Muskel- und Bindegewebe): Diese Schicht besteht aus glatten Muskelzellen und Bindegewebe und umhüllt die Innenschicht. Sie hilft, die Arterie zu stärken und ihre Form zu erhalten, um den Blutfluss zu unterstützen.

  3. Äußere Schicht (Adventitia): Diese Schicht ist die äußerste Schicht der Arterie und besteht aus Bindegewebe. Sie hilft, die Arterie zu schützen und ihre Form zu erhalten.

Zusätzlich zu diesen Schichten haben Arterien auch kleine Blutgefäße, die sogenannten Arteriolen, die sich von der Arterie aus erstrecken und das Blut zu den kleineren Kapillaren transportieren. Die Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße im Körper und transportieren das Blut direkt zu den Geweben und Zellen.


Ein Aortenaneurysma kann bei Menschen mit Marfan-Syndrom auftreten, wenn die Schwäche des Bindegewebes zu Schäden an der Aorta führt. Die Aorta kann sich dann aufweiten oder erweitern, was zu einem Aortenaneurysma führt.




Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für das Marfan-Syndrom?

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten für das Marfan-Syndrom, abhängig von den Symptomen und den Bedürfnissen der betroffenen Person. Einige mögliche Behandlungen sind:

  • Medikamente: Es gibt bestimmte Medikamente, die das Risiko von Komplikationen bei Menschen mit Marfan-Syndrom reduzieren können. Zum Beispiel können Beta-Blocker das Risiko von Herzklappenproblemen und Aortenaneurysmen verringern.

  • Chirurgische Eingriffe: Bei schwerwiegenden Komplikationen wie Herzklappenproblemen oder Aortenaneurysmen kann es notwendig sein, chirurgische Eingriffe durchzuführen, um die Erkrankung zu behandeln.

  • Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Beweglichkeit und die Stärke der Gelenke und Muskeln zu verbessern und Schmerzen zu lindern.

  • Psychologische Unterstützung: Menschen mit Marfan-Syndrom können auch psychologische Unterstützung benötigen, um mit der Erkrankung und den damit verbundenen Einschränkungen umzugehen.

Es ist wichtig, dass Menschen mit Marfan-Syndrom regelmäßig von einem Arzt überwacht werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Behandlung kann auch Lifestyle-Anpassungen beinhalten, wie zum Beispiel das Vermeiden von körperlicher Anstrengung oder das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.





Quellen

  • Kallenbach u. a. (2017): AP-1 Oligodeoxynucleotides Reduce Aortic Elastolysis in a Murine Model of Marfan Syndrome. In: National Center for Biotechnology Information (NCBI) 9, S. 69–79.

  • Laws (2011): Marfan Syndrome: Causes, Tests and Treatment Options. Eigendruck.

  • Lüllmann-Rauch (2015): Taschenlehrbuch Histologie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.

  • Marfan-Hilfe-e. V. (2017): Das Marfan-Syndrom, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg.

  • Rabkin (2017): The Role Matrix Metalloproteinases in the Production of Aortic Aneurysm in: National Center for Biotechnology Information (NCBI) 147, Seite 239–265.

  • Schaaf, Zschocke (2013): Basiswissen Humangenetik. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg.


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